Ein Stückchen kanadische Prärie

Ottawa/Kanada, 23. Juli 2013. Endlich ist sie da, die langersehnte Grillsaison! In Kanada bietet der „Canada Day“ den perfekten Auftakt fürs Grillvergnügen. Der kanadische Nationalfeiertag am 1. Juli wird traditionell bei einem sommerlichen Barbecue mit Freunden und Familie gefeiert. Dabei gehören vor allem Burger und Steaks aus magerem Bisonfleisch auf den Grill. Gesundheitsbewusste Feinschmecker schätzen das fettarme Bisonfleisch wegen seines hohen Nährwerts und des würzigen Geschmacks. Grund genug, eine kanadische Grillkomposition zu zaubern, die nicht nur die Geschmacksnerven zum Glühen bringt, sondern auch den Ansprüchen echter Fleischliebhaber gerecht wird – ein Stückchen kanadische Prärie für den heimischen Grill.

 

Fruchtige Würze trifft kraftvolles Bisonaroma

Mit einer raffinierten Geschmackssymbiose aus den süßen, sauren und herzhaften Aromen von feinem Cranberry-Senf, Schalotten, Orangen, Aprikosen, kanadischen Cranberrys und deftigen Bison-Hüftsteaks führt dieses Rezept auf eine kulinarische Expedition durch die Wälder und Prärien Kanadas. Immerhin sagen 80 Prozent der Deutschen von sich selbst, dass sie gerne grillen.* Wer über die Grillsaison aber nicht seine Sommerfigur einbüßen möchte, der hat mit Bisonfleisch die fettarme Alternative auf dem Rost. Während in Deutschland vornehmlich Rind- und Schweinefleisch gebrutzelt wird, steht in Kanada das Bison-Barbecue hoch im Kurs. Für deutsche Verbraucher ist Bison noch ein Exot unter den Fleischsorten. Doch unter Kennern ist das zottige Tier aus der kanadischen Wildnis längst eine Delikatesse. In Deutschland können sich ein Drittel der Männer und 18 Prozent der weiblichen Grillfans vorstellen, mit exotischen Fleischsorten zu experimentieren.* Warum also nicht mit kanadischem Bisonfleisch? Im Gegensatz zu Rind- und Schweinefleisch enthält es weniger Kalorien und kaum Cholesterin. Geschmacksträger ist nicht das Fett, sondern das Fleisch selbst.

 

Der Tatanka, wie der Bison schon von den First Nations genannt wurde, ernährt sich von Beeren, Gräsern und Korn, was dem Fleisch seinen einzigartigen Geschmack verleiht. Es ist fettarm, dafür aber reich an Proteinen, Eisen, Selen und Zink, und gehört somit zu den gesündesten und nährstoffreichsten Fleischarten überhaupt. Diese kanadische Kreation verwöhnt den anspruchsvollen Gaumen mit einer Veredelung des zarten, roten Fleisches durch ein fruchtig-würziges Cranberry-Senf-Chutney. Die säuerlichen Cranberrys aus den Atlantikprovinzen Kanadas sind nicht nur eine köstliche Ergänzung zu den süßlich-würzigen Aromen von Schalotten und Aprikosen, sondern zudem gesundheitsfördernd. Die kanadischen Ureinwohner wussten seit jeher um die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung dieser kleinen, roten Beeren. Das Canadian Barbecue wird vollendet mit einem Salat aus kanadischen Linsen. Reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien, gedeiht diese nahrhafte Hülsenfrucht besonders gut in der sauberen, intakten Umwelt und dem frischen Klima der kanadischen Weiten. Bei der Erzeugung und dem Vertrieb von Linsen belegt das Land weltweit Platz 1.

 

Die kanadischen Zutaten versprechen ein Geschmackserlebnis, das nicht nur ausgewogen und kalorienbewusst ist, sondern auch das Grillvergnügen anheizt. Die Bison-Barbecue-Saison ist eröffnet!

 

AAFC wünscht viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

 

Gegrilltes Bisonsteak mit Cranberry-Senf-Chutney und Linsensalat*

 

Viele kanadische Produkte sind weltberühmt. Dazu gehören Eiswein, Whisky, Lachs, frische Meeresfrüchte, wie z. B. Hummer oder der typisch kanadische Ahornsirup. Das ein oder andere Erzeugnis „made in Canada“ muss erst noch in deutschen Küchen ankommen. Dieses Rezept zeigt, wie sich mit kanadischen Produkten unkompliziert leckere Gerichte zaubern lassen.

 

 

Rezept

Zutaten für 2 Personen:

 

4 kanadische Bisonsteaks à 120 g

1 Orange

1/3 TL Zimt

1/2 TL geschroteter Pfeffer

2 EL Pflanzenöl

50 g getrocknete kanadische Cranberrys

4 Schalotten

1 EL Pflanzenöl

150 ml Weißwein

100 ml Brühe

1–2 EL kanadischer Cranberry-Senf

1 EL Aprikosenmarmelade

 

200 g getrocknete kanadische Linsen

1–3 EL Weißweinessig

3–5 EL Olivenöl

2 Romanasalatherzen

 

 

 

 

Zubereitung:

 

Die Schale von der Orange abreiben. Mit Zimt, geschrotetem Pfeffer und dem Pflanzenöl verrühren und beiseitestellen. Die Orange nun mit Hilfe eines Messers schälen und Orangenfilets herausschneiden. Die Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Danach die Cranberrys grob hacken. Die Schalotten in einem kleinen Topf mit Pflanzenöl anschwitzen und Cranberrys sowie Orangenfilets hinzugeben. Mit Weißwein und Brühe leicht bedeckt auffüllen. Einen Deckel daraufgeben und im Backofen bei 160 °C Umluft für 20 Minuten schmoren. Anschließend den Topf zurück auf den Herd stellen, den Deckel entfernen und die Cranberry-Schalotten-Masse so weit einkochen, bis eine typische Chutney-Konsistenz entsteht. Zum Abschmecken Aprikosenmarmelade, Cranberry-Senf sowie Salz und Pfeffer einrühren. Je nach Geschmack etwas mehr oder weniger Senf hinzugeben.

Die Linsen am besten über Nacht im kalten Wasser einweichen. Anschließend in einem Topf mit Wasser weichkochen, durch ein Sieb abgießen. Im noch lauwarmen Zustand mit Salz, Weißweinessig und Olivenöl in einer Schüssel vermischen.

Währenddessen vom Romanasalat die äußeren Blätter entfernen und die Herzen halbieren. Den Strunk herausschneiden und die Salathälften in grobe Streifen schneiden.

Sobald die Linsen auf Zimmertemperatur abgekühlt sind, die Salatstreifen vorsichtig unterheben, ggf. noch mal mit Essig, Salz und Pfeffer nachschmecken.

Die Bisonhüftsteaks mit einer Prise Salz würzen. Von allen Seiten auf dem Grill „angrillen“, so dass die typische Grillstruktur entsteht. Nun vom Grill nehmen, auf einen Teller setzen und mit der Orangen-Zimt-Pfeffer-Öl-Marinade von allen Seiten leicht bestreichen und bei indirekter Hitze, d. h. am Rand des Grills, langsam rosa fertig garen.

Zum Anrichten den lauwarmen Linsensalat auf die Teller geben, die Bisonsteaks dazusetzen und großzügig das Cranberry-Senf-Chutney dazugeben.

Guten Appetit!

 

*Bei Verwendung des Rezepts bitte Zusendung eines Belegexemplars oder Links.