So erfrischend süß schmeckt der kanadische Sommer

Ottawa/Kanada, 26. August 2013. Wenn der Sommer die kanadische Landschaft in ein sattes Grün taucht, Seen und Flüsse im Sonnenlicht glitzern und die bunten Farben der Natur wieder aufblühen, wächst auch die Lust auf kühle Desserts. Rechtzeitig zum kanadischen „Discovery Day“, der in der Provinz Yukon als Tag der Entdeckung des Goldes gefeiert wird, erwartet alle Dessert-Liebhaber eine „goldene“ Nachspeise, die Sie erfrischend durch die heiße Jahreszeit bringt. Anders als in Deutschland sind die kanadischen Winter besonders lang und kalt, die kurzen Sommer dafür besonders heiß. Umso wichtiger für die Kanadier, sich die warmen Tage in vollen Zügen zu versüßen. Für den deutschen Gourmet ein willkommener Anlass, sich auf eine appetitliche Exkursion zu begeben.  Mit einer „Ice Cider Sabayon an karamellisierten Walnüssen und Sirupbeeren“ werden alle Naschkatzen in den kanadischen Sommer entführt.

Eine fruchtig-kühle Sommerbrise

Das „süße Gold“, das die Zabaglione auf besondere Art verfeinert, ist aus den Küchen Kanadas nicht wegzudenken. Sobald die Natur im östlichen Kanada wieder erwacht, beginnt die Erntesaison für Ahornsirup. Der klare Saft des Ahornbaumes ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und damit ein gesunder Süßstoff für Desserts ebenso wie für herzhafte Speisen. Wenn man den goldenen Sirup mit kanadischen Blaubeeren mischt, entsteht eine fruchtig-süße Symbiose. Diese vitaminreichen Früchte gedeihen sowohl in British Columbia, Ontario und Québec als auch in Kanadas Atlantikprovinzen unter der sorgsamen Kontrolle des Kanadischen Bundesamtes für Lebensmittelkontrolle (Canadian Food Inspection Agency). Besonders gut machen sie sich als köstliche, bunte Dekoration auf einem geeisten Schaumbett aus Eiswein und Sahne mit einem Hauch Vanille. Der liebliche Geschmack des kanadischen Eisweins gibt diesem erfrischenden Nachtisch sein unverwechselbares Aroma. Der edle Tropfen gehört zu den begehrtesten Dessertweinen weltweit. Unter Weinkennern wird Kanadas Eiswein als Rarität gehandelt, da die Ernte nur sehr klein ist und die Herstellung sowohl Geduld als auch Glück voraussetzt. Gewonnen wird der süße Saft nur aus ausgewählten Trauben, die noch bis tief in den kanadischen Winter an den Reben hängen bleiben. Durch die Kälte und die trockene Luft wird den Früchten Wasser entzogen und ihr Zucker- und Säuregehalt steigen an, was dem Wein später seinen süßlichen Geschmack verleiht. Wenn die Temperaturen auf minus 8 Grad abgekühlt sind, werden sie von Hand geerntet und in gefrorenem Zustand gepresst. Nicht alle Trauben überstehen die lange Zeit bis zur Ernte, und jede einzelne Frucht ergibt nur wenige Tropfen des süßlichen Saftes. Sein Bouquet ist je nach Sorte häufig geprägt von Pfirsichen, Aprikosen, tropischen Früchten, Honig, Karamell, Ahornsirup oder Nüssen. Bevor der Eiswein verzehrt werden kann, muss er mehrere Monate fermentieren. Die aufwendige Herstellungsweise macht diesen kalten Genuss so heiß begehrt.

Ein deutscher Winzer namens Johann Schiller vertrieb 1811 den ersten Wein in Kanada. Heute gibt es fast 500 Weingüter, vom Familienbetrieb bis hin zum Großunternehmen. Aber nur die Besten wagen sich an die Produktion des Eisweins. Die hervorragende Qualität verdankt er auch den strengen Auflagen und Kontrollen durch den Qualitätsverbund der kanadischen Winzer (Vintners Quality Alliance). Jede Lese wird gewissenhaft geprüft und darf nur von zugelassenen Rebstöcken stammen. Sowohl der Alkoholgehalt als auch der Restzucker dürfen ausschließlich durch den natürlichen Zucker der Trauben entstehen.   

Dieses Dessert für den verwöhnten Gaumen ist eine erlesene Komposition kanadischer Produktspezialitäten und verspricht erfrischenden Sommergenuss. AAFC wünscht viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

 

Geeiste Ice Cider Sabayon mit karamellisierten Walnüssen und Sirupbeeren*

 

Viele kanadische Produkte sind weltberühmt. Dazu gehören Eiswein, Whisky, Lachs, frische Meeresfrüchte wie z. B. Hummer oder der typisch kanadische Ahornsirup. Das ein oder andere Erzeugnis „made in Canada“ muss erst noch in deutschen Küchen ankommen. Dieses Rezept zeigt, wie sich mit kanadischen Produkten unkompliziert leckere Gerichte zaubern lassen.

 

 


Rezept

Zutaten für 2 Personen:

 

2 EL Puderzucker

10–16 Walnusskerne

 

100 g Sahne

4 Eigelb

40 g Zucker

100 ml kanadischer Ice Cider / Apfel-Eiswein

1 Vanilleschote

versch. Sommerbeeren, je nach Verfügbarkeit

kanadische Blaubeeren

100 ml kanadischer Ahornsirup

1 Prise gemahlener Zimt

 

 

 

 

 

Zubereitung:

 

Den Puderzucker in einen kleinen Topf geben, 50 ml Wasser hinzugeben und das Ganze einmal aufkochen lassen. Jetzt die Walnusskerne hineingeben und unter stetigem Rühren das Wasser so weit einkochen lassen, bis es vollkommen verdampft ist, d. h., bis die Walnusskerne mit dem Puderzucker umzogen sind. Anschließend sofort auf ein Blech geben und bei Zimmertemperatur 30 Minuten abkühlen lassen. Anschließend die Walnusskerne mit einem Messer in grobe Stücke schneiden.

Für die geeiste Sabayon die Sahne cremig steif schlagen. Eigelb, Zucker, Ice Cider und das Mark der Vanilleschote in eine kleine Schlagschüssel geben. Über dem Wasserbad mithilfe eines Schneebesens kräftig schaumig aufschlagen. Anschließend die schaumige Sabayon vom Dampf nehmen und so lange weiter-schlagen, bis sie sich auf Zimmertemperatur abgekühlt hat. Nun vorsichtig die cremig geschlagene Sahne unterheben. Zwei flache Schalen oder dekorative Gläser nehmen und die Sabayon hinein-geben. Anschließend die gehackten Walnusskerne darüberstreuen und im Tiefkühlfach mindestens 3 Stunden durchfrosten.

Verschiedene Beeren putzen, ggf. das Grün entfernen und die Beeren vierteln (z. B. Erdbeeren). Die Beeren mit dem Ahornsirup und dem Zimt in einer Schüssel vermischen. Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und die Beeren mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen bzw. marinieren lassen.

Zum Servieren die geeisten Schalen bzw. Gläser aus dem Tiefkühlfach nehmen und die marinierten Beeren samt Ahornsirupflüssigkeit daraufgeben. Sofort servieren und genießen.

Guten Appetit!

 

*Bei Verwendung des Rezepts bitte Zusendung eines Belegexemplars oder Links.